Biosiegel und Anbauverbände im Vergleich

Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Merkmale der EU-Öko-Verordnung im Vergleich mit den Anbauverbänden (Demeter, Gäa, Bioland, Naturland, Biopark, biokreis, EcoVin)

Anbau und Haltung

Merkmal EU-Öko Anbauverbände
 Bewirtschaftungsform Teilumstellung auf “bio” möglich, der Kontrollstelle müssen auch Daten über den konventionell bewirtschafteten Betriebsteil offengelegt werden Nur Umstellung des gesamten Betriebes auf biologische Bewirtschaftung möglich
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) Generelles Verbot (Grenzwert für technisch unvermeidbare Untermischung festgelegt) Generelles Verbot (Grenzwert für technisch unvermeidbare Untermischung festgelegt)
Futtermittel bei Kühen, Schafen, Ziegen ausschließlich Bio-Futter erlaubt, bei Wander- und Hütehaltung bis zu 10% aus konventioneller Herkunft Die Anbauverbände haben diesen Standard geprägt, die EU-Öko-Verordnung hat sich diesen Maßstäben angepasst
Futtermittel bei Schwein und Geflügel Bio-Futter, max. 5% konventioneller Anteil fast ausschließlich Bio-Futter, je nach Verband und Tierart wenige Ausnahmen
Hofeigenes Futter eigene Futterproduktion wird bevorzugt jedoch nicht vorgeschrieben min. 50% des Futters müssen vom eigenen Hof stammen
Begrenzung der Tieranzahl 230 Hennen, 580 Hähnchen oder 14 Mastschweine pro Hektar und Jahr 140 Hennen, 280 Hähnchen oder 10 Mastschweine pro Hektar und Jahr
Tiertransporte Stressminimierung ist gefordert, Stromstöße zum Treiben und Beruhigungsmittel vor und während der Fahrt sind verboten je nach Verband sind maximale Transportentfernungen oder Transportzeiten von max. 4 Stunden bei Schlachtvieh vorgeschrieben
Düngung organische Stickstoffdüngung mit max. 170kg pro Hektar und Jahr organische Stickstoffdüngung mit max. 40-112kg pro Hektar und Jahr (je nach Verband)
Pflanzenschutz
(Kupfereinsatz)
je nach nationaler Pflanzenmittelzulassung, in der Verordnung begrenzt auf 6kg pro Hektar und Jahr Verwendung von Kupfer für den Pflanzenschutz max. 3kg je Hektar und Jahr (Hopfen 4kg)
konventioneller Wirtschaftsdünger  Stall- und Geflügelmist aus konventioneller Haltung sind als Dünger zulässig, jedoch nicht aus industrieller Haltung, es gilt die Grenze von 170kg je Hektar und Jahr Geflügelmist aus konventioneller Haltung ist  generell nicht zulässig, je nach Verband kann konventioneller Stallmist bis max. 40kg Stickstoff pro Hektar und Jahr verwendet werden
mit freundlicher Genehmigung von echt-bio.de
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Stand der Daten 01/2013

 

Lebensmittel und Zusammensetzung

Merkmal EU-Öko Anbauverbände
Herkunft
der Rohstoffe
Rohstoffe müssen der EU-Öko-Verordnung entsprechen, müssen dabei aber nicht aus der EU kommen (siehe Tebellenende) Möglichst aus Mitgliedsbetrieben desselben Verbandes. Aufgrund von Rohstoffknappheit können Ausnahmen gelten, die jedoch pro Rohstoff und Verband zeitlich befristet sind.
Lebensmittel-Zusatzstoffe eine Positivliste regelt den Einsatz von tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen  stark eingeschränkt, nach Lebensmittelgruppen nur explizit erlaubte Zusatzstoffe erlaubt
Natürliche Aromen  zugelassen Demeter untersagt natürliche Aromen, Bioland und Naturland erluaben sie bei einzelnen Produkten
Nitritpökelsalz  beschränkt zugelassen, wenn keine technische Alternative zur Verfügung besteht oder bestimmte Produktmerkmale beizubehalten sind. Zugabe- und Rückstandsmengen sind festgelegt nicht gestattet bei Demeter, Bioland gestattet die Umrötung nur mittels Gewürzpräparaten (Rückstandsmenge max. 10ppm), Kennzeichnung am Produkt ist Pflicht
Verarbeitungshilfsstoffe Eine Positivliste regelt den Einsatz pflanzlicher und tierischer Hilfsstoffe für bestimmte Zwecke. Da jedoch Hilfsstoffe nicht der EU-Öko-Verordnug unterliegen, können konventionelle Stoffe verwendet werden. Die Verbände drängen auf den Einsatz von Hilfsstoffen gem. der EU-Öko-Verordnung, wenn möglich
Enzyme und Mirkoorganismen Allgemein zugelassen, wenn sie üblich für die Lebensmittelherstellung sind Enzyme sind nur produktspezifisch zugelassen, beispielsweise bei der Fruchtsaftgewinnung aus schwarzen Johannisbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren (Demeter) und roten Trauben und Beerenfrüchten (Bioland).
Lebensmittel-Verarbeitungsverfahren  keine Vorschriften zu Verfahren, die üblich für die Lebensmittelverarbeitung sind, nur Bestrahlung ist generell verboten für einige Produkte sind Mikrowellen verboten, Demeter untersagt ESL-Milch und die Gärunterbrechung (Teiglinge) bei Brot, nicht aber bei Brötchen. Fertig gebackenes darf nicht gefrostet werden.
Anthropogene Nanopartikel  keine spezielle Regelung für allgemein in Lebensmitteln zugelassene Stoffe durch menschliches Zutun hergestellte Nanopartikel sind in jedweder Form verboten, der Nanobereich ist definiert für ca. 1-300nm
Verpackung  keine spezielle Regelung für allgemein bei Lebensmitteln zugelassene Packmittel Verbandsempfehlung für möglichst nachhaltige Verpackungslösungen
mit freundlicher Genehmigung von echt-bio.de
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Stand der Daten 01/2013

 

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